Rede zur Einführung einer Oberstufe an der IGS Hermeskeil (Kreistagssitzung am 15.06.2015)

Die Beschlussvorlage 0166/2015/1 empfiehlt – wenn auch mit deutlichen Bauchschmerzen – die Einrichtung der Oberstufe an der IGS Hermeskeil. Trotz der Bauchschmerzen, eine gute Empfehlung, der ich mich natürlich anschließe. Ich erinnere an meinen Antrag vom 05. März 2015 (Landrat Schartz hat in der Kreistagssitzung vom 15.06.2015 diesen Antrag vorgelesen, damit ist er im Protokoll vermerkt).

Vordergründig erschien es mir, als würden die vergangenen ideologischen Schlachten der 1970er Jahre hier noch einmal geschlagen. Das Gymnasium gilt zwar unterschwellig immer noch als Eliteschule, aber die Hermeskeiler Eltern haben der IGS den gleichen Rang zugebilligt, wie die Untersuchung der Uni Trier ausgewiesen hat. Die Hintergründe, die für die jetzige breite Diskussion um eine Einrichtung der Oberstufe sorgten, sind aber andere.

Das Problem ist der demografische Wandel, der vehement in unsere gesellschaftliche Entwicklung eingreift. Im ländlichen Raum verlieren wir Menschen, die Schülerzahlen werden weniger. Trotzdem muss es in unserer Gesellschaft eine Vielfalt an Bildung geben, denn Bildung ist unsere Zukunftsressource. Eine richtige Erkenntnis, die nicht einfach außen vor gelassen werden kann. Weniger Schüler können kleinere Klassen bedeuten – somit ein Chance für eine bessere Bildung unserer Kinder. Und eine vielfältige Schullandschaft ist auch ein positiver Standortfaktor, als zukunftsweisende Strategie gegen die schlimmsten Ausformungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum.

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Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Hermeskeil

Antrag an den Kreistag Trier-Saarburg

Betr.: Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Hermeskeil

Antragsteller: Dr. Karl-Georg Schroll (Piraten)

Vorbemerkung:

Die Einrichtung einer IGS ohne Oberstufe sei wie ein Haus ohne Dach. So wird die Rektorin Christa Breidert im Trierischen Volksfreund zitiert. Diese Metapher ist stimmig, wenn man bedenkt, dass die Einrichtung einer IGS eine hohe Erwartung bei Eltern und auch Schülern erweckt hat. Eine IGS hat einen völlig anderen Charakter als ein Gymnasium. Der Antragsteller weiß wovon er spricht, hat er doch die Diskrepanzen der unterschiedlichen Schulformen IGS und Gymnasium als Vater selber erlebt.

Aus diesem Grund muss das Dach auf die IGS Hermeskeil aufgesetzt werden. Das Argument abnehmender Schüler und die vorhandene Schulform Gymnasium reicht nicht aus, um die IGS in Hermeskeil gewissermaßen als Amputat weiter zu führen. Die Piratenpartei steht für eine vielfältige Form der Wissensvermittlung. (mehr …)